Gerdski LIVE am 26.09.2020 auf dem Bärenbrunnerhof

Schon wieder vorbei, der schöne Abend auf dem Bärenbrunnerhof. Dabei hätte er fast nicht stattgefunden!

Die Wetterprognose war bis Dienstag super, ab dann hat der Wettergott Kachelmann plötzlich seine Meinung geändert und kalten Dauerregen geboten. Dann ist plötzlich ein Musiker von Sproingg erkrankt und inkl. der reslichen Band löblicherweise daheimgeblieben, um niemanden anzustecken. Was er aber nicht ahnen konnte war, daß er damit das Event gerettet hat. Denn der Bärenbrunnerhof hat sich entschlossen, das alles drinnen zu machen, mit erhöhten Corinna-Virus-Maßnahmen. Aber es gab nur eine begrenzte Anzahl Plätze. Kurzum: Sproinggs Schlagzeug hätte nie in diesen Raum gepaßt, und dann wäre das ganze Ding wohl abgesagt worden. Aber ein paar Stunden nach Bekanntgabe “wir machen es drinnen”: Ausgebucht! Wahnsinn!

Samstag nachmittag, kalt und regnerisch, Aufbau einer viel zu großen Anlage an einer Stelle, die eigentlich keinen Platz für 3 Musiker nebst Equipment bot, Leute im Gastraum, Stimmengewirr…wat nu? Aber als die Leute aufgegessen hatten und der Raum leer wurde..alles gut.

Als erster war Donovan Aston dran mit Klassikern von Genesis, Gabriel und Gollins. One Man – One Piano. Ein wunderbarer Auftritt. Die, die mit Peter Gabriel’s ersten 4 Soloplatten nie viel anfangen konnten sollten ihn sich mal anhören…reduziert auf Klavier und Stimme gewinnen die Songs tatsächlich an Substanz.

Danach hektischer Umbau auf wenig Platz. Als “Cadence and Cascade” dann die Livelooping-Version von “A Sailor’s Life”…ein Klassiker von 1960 bzw. 1700. Danach Das Concerto Grosso I – Allegro & Andante der New Trolls. Wir hatte eigentlich nur am Vortag ein paar Stunden Zeit zum üben haben das aber doch ganz gut hingekriegt. 5-stimmiger Gesang für 2 Leute muß man erst mal hinkriegen. Kollege Laptop hat uns geholfen, auch bei “Tomorrow Never Knows” der Beatles von 1966, das live eigentlich gar nicht spielbar ist. Hat aber geklappt!

Dann der 3. Act des Abends – Birgit Rehse solo mit 60er- und 70er-Songs, einer böhmischen Rhapsodie und Mr. Roboto. Als sie dann sagte “Ich brauch ne Pause” sah ich meine Chance gekommen, hab Texte und den Emergency-USB-Stick geholt und jede Menge Beatles gesungen. (Ich war sogar zeitweilig Ringo!) Gute Reaktionen von einem tollen Publikum (man mußte aber schon lauf aufdrehen, um stimmgewaltige Pfälzer zu übertönen).

Schade nur daß ein paar Leute, die gern gekommen wären, wegen der Ausgebuchtheit nicht mehr reingepaßt haben, und daß einige Vorreservierer nicht gekommen sind…es hätten noch Leute reingepaßt!

Fazit! War super. Machen wir nochmal! Vielleicht zur erstmöglichen Gelegenheit für ein OpenAir.

Forest Fight For Sunlight Festival

Die Nachlese zum FFS1 am 04.07.2020 ist da

Nach dem wunderbaren #FFS1 am 04.07. steht jetzt die zweite Version an.

Im Moment sieht es gut aus, daß wir das FFS2 am 26.09.2020 machen können, wieder als OpenAir…aber nur, wenn und in letzter Sekunde das Wetter (Sende Spetember!) und die neue Corona-Verordnung (kommt am 31.08.) keinen Strich durch die Rechnung macht.

Für Updates und Infos: Einfach eine Mail schreiben an ffs@gerdski.de

Auftritt bei Museumsnacht Freiburg abgesagt

Tja…die Krise hat uns alle im Kriff. Die komplette Museumsnacht Freiburg am 25.07.2020 wurde abgesagt, leider. Nicht mal verschoben. Erst nächstes Jahr wieder. Daher fällt auch mein Auftritt im Planetarium aus.

Sorry vielmals…das ist höhere Gewalt.

Gerdski LIVE in Freiburg i. Brsg. am 25.07.2020

Nach der Show ist vor der Show…oder so ähnlich…

“Wäre, wäre, Fahrradkette” (Lothar Matthäus)

Gerdski LIVE in Alzey

Das Konzert fällt leider aus!

Gerdski LIVE in Magdeburg am 21.09.2019

Gerdski LIVE in Hauenstein am 07.09.2020

Gerdski LIVE in Hauenstein am 06.07.2019

Fotos und Videos wurden gemacht, ebenso die ganze Musik aufgenommen. Ich werde was draus machen und veröffentlichen!

Gerdski LIVE in Leipzig am 11.05.2019

Gerdski LIVE in Bad Arolsen am 08.09.2018

[:de]

Live im Renaissanceschloß zu spielen…das ist natürlich genial!

Bad Arolsen ist in der süd(-west-)deutschen Hemmischfähre quasi völlig unbekannt. Ich hatte den Namen der Stadt vorher noch nie gehört, und auch die, denen ich erzählt habe wo ich spiele meinten “Wo ist DAS denn?” “Westlich von Kassel” “Ah” (gefolgt von stillem Nachdenken, wo Kassel jetzt genau liegt).

Nach zäher Fahrt über die berüchtigte Blitzerstrecke Marburg/Frankenberg und über den trockenen Edersee kommt man dann dort an bemerkt, daß es schade ist, von diesem Städtchen an der Oranier-Route vorher noch nichts gehört zu haben. (“WAS für ne Route?”)

Das Schloß ist natürlich gigantisch, und bei der Ankunft wurde ich von gut informierten, wohlwollenden und modern (nicht renaissance-ig) gekleideten Bediensteten in den Westflügel geleitet, wo alles wunderbarst aufgebaut und vorbereitet war. Der holzvertäfelte Raum mit hohen Decken und Boden in Fußhöhe bot eine gute Akustik feil.

Dank zweier ebenfalls wohlwollender Helferlein ging der Aufbau schnell vonstatten. Ich bemerkte, daß sich das ganze Equipment vom einfachen Holzbrett mit X-Ständer und Laptop (rechts von mir) stark erweitert hat und auch noch mehr erweitern würde. Beamer mit Steuerungsrechner ist jetzt dazugekommen, und der braucht auch ein/en Podest/Ständer. Die optischen Sachen müßten dann vor mir stehen, auf einem zweiten Brett mit X-Ständer. Vermutlich kommen noch Rechner und Beamer dazu, so daß es insgesamt je 3 werden. (Wow!).
Dann noch einen digitalen Percussion-Pfannkuchen…wohin den dann stellen? Der muß dann wohl links vorne von mir stehen, ich muß ja auch irgendwie rein- und rauskommen. Vor lauter Equipment und sich daraus ergebenden Möglichkeiten geht natürlich auch ein Stück der Leichtigkeit verloren, das einfache Auf- und Abbauen der Geräte spart viel Energie und Konzentration, die dann wieder in die Musik fließen kann.

Aber einmal den Weg der Visualisierung beschritten, einmal die Büchse der Pandora geöffnet…gibt es kein Zurück. Weil…das ist ja toll! und schön. Und sehr hypnotisch/psychedelisch. Die einfachere Variante mit einem Beamer und einer Leinwand gab es dann an diesem Abend.

Um 19:45h zuerst Cryptomeria, mit einem genialen Video und einem Flug durch den Weltraum, Milch und Joghurt (rechtsdrehend) vom Bildbeweger Peter Fröhlich, zu dem ich dann gespielt habe. Die atmoshärischen Störungen gegen Ende live per Mellowdrone dazugespielt. Absolute Premiere…aber gut. Das kann man noch ausbauen. (Ich denke gerade an die ganzen Irland-Videos vom diesjährigen Urlaub).

Danach kurze Pause , und um 21:45h Forbidden Tracks mit Live-Visualisierung. Auch das ein Novum. Und hat auch gut geklappt. Das wird garantiert ausgebaut…ich brasuche 3 Beamer…vorne, links und rechts. Und natürlich auch Musik, die genau darauf abgestimmt ist.

(Ich schreibe oft “hat gut geklappt” o.ä. …man hat dabei evtl. den Eindruck, daß das bei mir reiner Zufall ist ob etwas funktioniert oder nicht. Es gibt überall ein gewisses Element der Unwägbarkeit, der Gefahr, des Unbekannten. Wäre das nicht so, dann würde zwar alles klappen, aber die Musik / Optik / Performance wäre auch stinklangweilig. Die Performance wird dann spannend, wenn eben NICHT alles abgesichert  und eingezäunt ist!).

Nach der Performance ergab sich noch eine kleine Diskussion mit dem Publikum..auch das habe ich noch nie erlebt. Alle blieben sitzen, niemand mußte vorzeitig weg oder  wegen performance-induzierten gastritischen Problemen schnell nach nebenan. Gut.

Alle zufrieden, alle glücklich, und sogar noch ein After-Performance-Snack. Die Organisation war sehr perfekt…an alles wurde gedacht. (Ich kenne das auch anders).

Schnell abgebaut, ins Hotel (300 Meter), noch vor Mitternacht im Schlafgemach (kommt selten vor), aber dann doch noch aufn Bier in der Kneipe nebenan. 2 laute quasselige Frauen am Tresen, und ihre 2 einsilbigen Männer daneben. Wir zwischendrin. Das Bier war schnell geleert.

Gut geschlafen, aber doch wieder zu kurz. Wenn’s halt nicht das eigene Bett ist. Super-Frühstück im riesigen Frühstücksraum des Hotels. Viele Gäste schienen halbwegs betucht zu sein, was man an den den betont dezenten (oder auch weniger dezenten) Golf- und Reitsport-Logos auf der Bekleidung sehen konnte. Auch die beiden Spießgesellen dabei, die in der Nacht zuvor sturzbesoffen mit unflätigster Ausdrucksweise durch die Gänge getorkelt sind…an diesem Morgen mit je einem knallroten Kopf (en ganz en roter Grind) und je einem Fleisch- und Wurstberg auf dem Teller.

Lecker Frühstück, dann gepackt, dann ein kleiner Spaziergang durch die Stadt, die gestern abend noch so spannend und geheimnisvoll wirkte. Um die Mittagszeit am Sonntag war sie wie ausgestorben, öde und leer…fast alles noch geschlossen. Es würde wieder Leben zurückkehren am Nachmittag / Abend, ganz bestimmt. Aber so lange wollten wir nicht warten. Noch schnell ein Eis, dann zum immer noch ausgetrockneten Edersee mit unglaublich viel Andrang und einer temporär wiederaufgetauchten alten Brücke. Schnell weg! Leicht übermüdet über die Blitzerstrecke zurück ins heimische Rheinland-Pfalz!

Schön wars 🙂 Da will ich nochmal spielen![:]